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Dienstag, 16. April 2013

Sattwige Ernährung, Einführung, Tipps für Anfänger und Erfahrungsbericht


Ich habe mal eine kleine Zusammenfassung zum Thema sattwige Ernährung geschrieben. Wer den Text gerne als .pdf haben möchte, kann ihn hier bekommen. Ich freue mich auch über Anregungen, Kommentare und weitere Rezepte! :-)


Begriffserklärung Sattwig, Tamasig, Rajasig, Grundlagen

Im Yoga werden Nahrungsmittel entsprechend ihrer Eigenschaften in drei Kategorien eingeteilt, tamas (träge, dunkel), rajas (Unruhe, Leidenschaft) und sattvas (rein, hell, leicht).

Tamasige Nahrungsmittel entziehen dem Körper Energie und machen träge. Faule, unreife und haltbar gemachte Lebensmittel gehören dazu, ebenso Fisch, Fleisch, Alkohol, Tabak und Drogen. Zu viel Essen ist auch tamasig. Tamasige Nahrung sollte möglichst ganz vermieden werden.

Rajasige Nahrungsmittel machen den Geist unruhig und nervös. Hierzu gehören Kaffee, schwarzer Tee, zu scharfes Essen, weißes Mehl und raffinierter Zucker. Zu schnelles Essen ist ebenfalls rajasig. Auch diese Nahrungsmittel sollten auf ein Minimum reduziert werden.

Sattwige Nahrungsmittel liefern wertvolle Nährstoffe, geben Energie und lassen den Geist klar werden. Hierzu gehört Gemüse (nicht alles! Zwiebeln und Knoblauch sowie Pilze gelten als tamasig) und Obst, Vollkorngetreide und Produkte daraus, Hülsenfrüchte, Nüsse, Milch und Milchprodukte.

Quellen: Yoga und gesunde Ernährung, Yogische Ernährung.


Einzelne Nahrungsmittel

Tee, Kaffee, Schokolade
Auf Kaffee habe ich ursprünglich aus anderen Gründen verzichtet und ich muss sagen, mir als regelmäßigem Kaffeetrinker fiel es im ersten halben Jahr oft recht schwer. Ich weiß nicht, ob es am Geschmack lag, an den ich mich so gewöhnt hatte, oder am Kaffeeritual, dass immer eine bewusste Pause im Alltag war, aber ich habe wirklich manchmal innerlich dem Kaffee hinterhergeweint. Wer auch auf Kaffee verzichten will und sich schwer damit tut: es wird besser. Ehrlich. Und so unwahrscheinlich das auch erst klingt, aber irgendwann schmeckt er auch noch nicht mal mehr so besonders gut.
Schwarzer Tee ist dagegen einer meiner Schwachpunkte. Ich bilde mir ein, die Wirkung des Koffeins in Kaffee und Tee (Koffein und Teein sind übrigens dasselbe) sowieso nicht zu spüren, außerdem ist im Tee weniger davon enthalten und es wirkt obendrein noch anders.
Über Kakao bzw. Schokolade habe ich noch keine eindeutigen Antworten gefunden. Kakao enthält in geringen Mengen Koffein und Theobromin, dass eine ähnliche Wirkung wie Koffein hat. Allerdings habe ich auch Rezepte in Yogischen Kochbüchern gefunden, die den Kakao enthalten. Ein weiteres Problem der Schokolade, zumindest von konventioneller Schokolade, ist der zugesetzte raffinierte Zucker sowie die Milch, die aus zweifelhaften Quellen stammen könnte (siehe unten). Wenn Schokolade, dann versuche ich also darauf zu achten, hochwertige Bio-Schokolade mit Rohrohrzucker zu kaufen. Und tendenziell eher dunkle Sorten.

Fisch und Fleisch
Fisch und Fleisch fällt gleich aus zwei Gründen raus: erstens, es ist tamasig. Zweitens, es widerspricht dem yogischen Prinzip von Ahimsa. Ich bin schon relativ lange Vegetarier, deshalb ist das sowieso schon eine meiner wichtigsten Ernährungsregeln.

Milchprodukte, Eier
Milchprodukte gelten eigentlich als sattwig, allerdings stehen sie dank Massentierhaltung oft im Gegensatz zum oben erwähnten Ahimsa. Ich achte darauf, Milch und Milchprodukte aus regionalem Bio-Anbau zu kaufen. Bioland zum Bespiel hat Richtlinien, die die Haltung von Tieren regeln. Letzen Endes muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm das ausreicht. Es kann auch helfen, achtsam mit Milch und Milchprodukten umzugehen, zum Beispiel nichts verschwenden und nicht im Übermaß zu sich nehmen.
Wenn ich backe, orientiere ich mich gerne an veganen Backrezepten, die ohne Eier auskommen, und nehme statt Sojamilch und Margarine Kuhmilch und Butter. Margarine ist mir zu sehr Kunstprodukt, als dass ich sie gerne essen möchte.
Eier sind tamasig und es wird geraten, eher darauf zu verzichten.

Aufgewärmtes Essen
Aufgewärmtes Essen gilt auch als tamasig. Ich habe mich persönlich aber dafür entschieden, auch weiterhin Essen aufzuwärmen, denn ich habe nicht die Zeit, jeden Tag drei Mahlzeiten frisch zuzubereiten. Außerdem gehe ich stark davon aus, dass meine aufgewärmten Reste vom Vortag immer noch nahrhafter und gesünder sind als alles, was die Kantine bei uns an der Arbeit so zaubert. ;-P

Zucker
Zucker ist nicht generell verboten, weißer Zucker sollte aber vermieden werden. Außer Rohrohrzucker kann man zum Süßen auch Honig oder Ahornsirup verwenden. Ich persönlich versuche, mich darauf zu trainieren, immer weniger süß zu essen.

Gewürze, besonders Zwiebeln
Eine der größten Umstellungen für mich war der Verzicht auf Zwiebeln. Ich weiß nicht, wie es bei anderen Vegetariern ist, aber Zwiebeln und Knoblauch waren für mich für den Geschmack des Essens immer sehr wichtig. Zwiebeln scheinen der geschmackliche Ersatz für Fleisch zu sein, zumindest könnte man den Eindruck bekommen, wenn man sich viele vegetarische Fertigprodukte wie Bratlinge und Aufstriche so anschaut. Versucht mal, was ohne Zwiebeln zu finden! Gar nicht so einfach. Mein erster Versuch, sattwig zu kochen, ist unter anderem auch daran gescheitert. Tomatensoße, die sonst mit Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern gewürzt wird, schmeckt nur mit den Kräutern irgendwie fad. Deshalb ist es wichtig, beim Würzen umzudenken. Statt Zwiebeln kann zum Beispiel auch Sellerie viel Geschmack geben. Und ich habe gelernt, dass Lorbeer auch außerhalb von Bratensoße seine Daseinsberechtigung hat.
Wer sattwig kochen möchte, wird vermutlich nicht an der indischen Küche vorbeikommen. Einige Gewürze waren mir zuerst ziemlich suspekt, wie Kurkuma zum Beispiel; das riecht pur nämlich alles andere als gut. Ich kann aber nur raten, es einfach auszuprobieren – ist vielleicht anfangs ungewohnt, aber man kann viel leckeres Neues entdecken.
Essig ist übrigens auch tamasig. Ein guter Ersatz dafür im Salatdressing ist Zitronensaft. Beim Auswärtsessen ist es am Salatbuffet manchmal nicht ersichtlich, in welchen Dressings Essig enthalten ist und in welchen nicht, aber zur Not schmeckt Salat auch einfach nur mit ein bisschen Öl darüber.


Abgrenzung zur Ayurvedischen Ernährung

Was ich anfangs etwas schwierig fand, war, dass yogische und ayurvedische Ernährung oftmals synonym verwendet wird. Dabei sind es zwei zwar ähnliche, aber nicht gleiche Ernährungsformen. Im Ayurveda werden Menschen in Konstitutionstypen eingeteilt (Doshas), denen entsprechend Nahrungsmittel empfohlen werden. Darunter sind eben auch Gewürze wie Knoblauch oder Chili, die nicht sattwig sind. Wer sich weitergehend für dieses Thema interessiert, dem kann ich die Ausgabe 78 01/2013 der Yoga Aktuell empfehlen.


Kochbücher und Kochkurse

Ich habe zu Anfang voller Begeisterung zwei Yoga-Kochbücher bestellt und quergelesen, von denen mich leider keines überzeugt hat. In einem Buch waren viele Fleisch- und Fischrezepte sowie Rezepte für gewürzten Kaffee. Versteht mich nicht falsch, natürlich kann jeder Essen, was er mag, aber von einem Yogakochbuch erwarte ich eine Anleitung dazu, wie ich es ganz richtig mache und nicht wie ich es „ein bisschen“ richtig mache. Das zweite Buch war mir zu ayurvedisch. Ich möchte mich sattwig ernähren und nicht erst noch mein Dosha bestimmen müssen, bevor ich loskochen kann. Also, ein bisschen Vorsicht beim Bücherkauf. :-)
Gut finde ich das Internationale Yogakochbuch der Sivananda-Yogazentren. Leider ist es auf Deutsch nur noch gebraucht und sehr teuer erhältlich, deshalb habe ich die englische Version gekauft. In diesem Buch sind viele Rezepte aus verschiedenen Ländern sattwig aufbereitet. Es gibt Rezepte für Pizza, Nudelgerichte, Falafel, Salate, Apple Crumble und viel viel mehr. Nicht alles, was ich daraus probiert habe, hat mir geschmeckt, der überwiegende Teil war aber lecker. Vorne im Buch werden theoretische Grundlagen behandelt und es gibt eine Anleitung, wie man sich stufenweise vom unreflektierten Allesfresser zum komplett sattwigen Esser entwickeln kann.
Mir wurde von meiner Yogalehrerin dann noch die Vedische Kochkunst empfohlen. Dieses Buch enthält nur indische Gerichte, die zwar meistens sehr sehr lecker klingen, aber auch unheimlich aufwändig zu kochen aussehen. Bisher habe ich nur ein Rezept daraus ausprobiert, das war dafür aber sehr lecker.
Zu guter Letzt bieten einige Yogazentren auch Kochkurse an. Ich habe bisher noch an keinem teilgenommen, überlege aber, das demnächst mal zu tun. Beispiele wären hier die Yoga Vidya-Zentren oder auch die Sivananda-Zentren.


Rezepte

Viel findet man online leider nicht an Rezepten. Auf der Seite von Sivananda Yoga Europe gibt es ein paar. Ausprobiert habe ich davon das Linsen-Dal und das Granola (große Liebe!). Die Rezepte finden sich auch in deren Kochbuch. Diesen Orangen-Mandel-Kuchen fand ich auch yoga-tauglich. Und Yoga Vidya hat eine kleine Rezeptdatenbank.
Gefunden und noch nicht ausprobiert:
- die sattwigen Rezepte von Happy and Healthy Cooking.
- Mint and Cilantro Rice
- zwei weitere Rezepte gibt es hier
- Aloo ki Sabji
- Die Yogaoase hat auch einige Rezepte


Zum Schluss

Zwei Dinge sind mir noch wichtig zu erwähnen.
Erstens: Essen muss Spaß machen. Es hilft niemandem, wenn man sauertöpfisch vor seinem Teller sitzt und schon schlechte Laune hat, bevor man den ersten Bissen gegessen hat.
Zweitens: Vergesst euren gesunden Menschenverstand nicht. Hört auf Euer Gefühl. Letzten Endes ist jeder der Experte für sich selbst und weiß, was ihm am besten bekommt.

Sonntag, 31. März 2013

Sieben Wochen Sattwig - Letzte Woche!

Tja, die Zeit ging mal wieder schneller vorbei als gedacht. Diese Woche war schon die letzte Woche des Experiments "Sieben Wochen sattwig". Zu essen gab es folgendes:



Wieder mal Borschtsch Yogi-Style. Nicht mein Lieblingsessen, denn die rote Bete schmeckt so nach Erde, das mag ich nicht, aber ab und zu ok. Dieses Mal habe ich leider zu viel gekocht, weil mein Weißkohl recht groß war und ich nichts wegwerfen wollte, deshalb haben wir zweimal davon gegessen.




Nudeln mit Tomatensoße (surprise!). Ich hatte noch eine Packung Schafskäse da, die weg musste, da hab ich den Käse einfach mit in die Soße getan und ein bisschen andere Kräuter zum Würzen verwendet.




Plain old Bohnensuppe. Einfach nur weiße Bohnen, geweicht, gekocht, gewürzt.




Die Faulheit hat mal wieder gesiegt und es gab Tiefkühlkost. Per se eigentlich nicht sattwig, aber es hätte schlimmer sein können - in den Spinat-Käse-Burgern hier sind immerhin fast nur gute Sachen drin. Bis auf die Zwiebeln, aber die stehen auf der Packung auch nicht drauf. Bisschen ärgerlich, aber jetzt weiß ich es für's nächste Mal.
Da Ketchup ja wegen Essig und Zucker auch wegfällt, habe ich zu den Spinatburgern eine eigene Soße gemacht. Aus Frischkäse, Tomatenmark, frischen Tomaten, Salz, Pfeffer, Basilikum und etwas Tahini. Dazu gab es Vollkorntoast. Sehr lecker!




Einmal gab es Grießbrei mit wenig Zucker und etwas Ahornsirup. Als Kind habe ich unheimlich gerne Grießbrei gegegessen, und letztens hatte ich mal wieder richtig Hunger drauf.




Die Reste der Burger (es waren vier in der Packung). Dieses Mal mit getoastetem Vollkorn-Dinkel-Brot und einer zu flüssig gewordenen und klumpigen Frischkäse-Curry-Soße. Die andere Soße was besser, aber das hier war auch ok.




Linsen-Dal mit Reis, immer wieder gut.




Das Fastenabschiedessen war toll. Ich hatte endlich mal wieder Zeit und Lust, Falafel zu machen. Traditionell sind Falafel hier eine Art Knoblauchfest und werden mit Bergen Tsatsiki verspeist, aber dieses Mal gab es alles ohne Knobi. Und was soll ich sagen, es war genauso lecker wie sonst auch. Am Tsatsiki waren statt Knobi und Zwiebeln Dill dran. Es gab Salat und Vollkorntoast dazu und Tahinisoße. Einzig und allein die Falafel waren nicht so toll (sind komplett auseinandergefallen ...), aber weil ich vergessen hatte, die Kichererbsen einzuweichen, musste ich welche aus der Dose nehmen. Merke: Falafel aus Dosenkichererbsen funktionieren nicht!

Fazit der sieben Wochen:
Ganz sattwig zu leben bekomme ich nicht hin. Es gibt viele Stolperfallen (versteckte Zwiebeln, generell Zwiebeln in so gut wie allen vegetarischen Produkten von Brotaufstrichen bis zu Burgern, Eier im vegetarischen Auflauf im Bistro) und ich kann mir auch nicht vorstellen, im Alltag keine wiederaufgewärmten Sachen zu essen. Der schwarze Tee fehlt mir arg, und auch ein Stück Schoki zwischendurch wäre nicht schlecht gewesen. Gut war allerdings, dass man wieder mal bewusst darauf schaut, was man sich so alles ohne Nachzudenken reinschiebt. Ich denke, ich werde auf jeden Fall beibehalten, nur noch Vollkornprodukte zu essen (schmeckt mir mittlerweile eh besser) und auch den weißen Zucker werde ich in Zukunft meiden, genauso wie Eier. Zwiebeln werde ich nicht ganz vermeiden können, aber ich werde auch deren Einsatz auf einem Minimum halten. Wenn man erstmal daran gewöhnt ist, keine zu essen, fehlen sie gar nicht mehr und es zudem ziemlich angenehm, keine Zwiebeln und Koblauch auszudünsten. Ich habe außerdem einige neue Gewürze und Gewürzkombinationen kennengelernt, das war echt interessant.

So. Und jetzt an Ostern gibt's erstmal ein fettes leckeres Eis. :-) Und danach geht es wieder sattwig(er) weiter.

Ich wünsche Euch allen frohe Ostern!

Sonntag, 24. März 2013

Sieben Wochen Sattwig Teil 6

Also, ich weiß nicht, wie das passiert ist, aber ich habe nur 2 Essensbilder von letzter Woche... Gut, es gab auch einmal Nudeln mit Tomatensoße, davon hab ich kein Bild gemacht, und gestern waren wir spontan indisch Essen, nachdem wir Freunde von uns unverabredet vor dem Kino getroffen haben.

Dafür habe ich was neues ausprobiert: Khitchri (Reis, Erbsen und Gemüse) aus "Vedische Kochkunst". Eigentlich war es sehr lecker, nur leider hatte ich dank einem kleinen Missverständnis (sind Schälerbsen geschälte Erbsen oder Erbsen zum Schälen?) die falschen Erbsen, die leider zu lange zum Garwerden gebraucht haben, weshalb der Reis total verkocht und die Erbsen steinhart waren. Das nächste Mal gibt's die richtigen Erbsen, dann ist es uneingeschränkt lecker.




Dann gab es noch Linsensuppe mit roten Linsen und Curry.




Zufällig habe ich letzten Sonntag noch ein neues Lieblingsgetränk entdeckt. Ich hatte Reste von frischgepresstem Orangensaft und Buttermilch und etwas Ahornsirup, daraus wurde ein Orangen-Buttermilch-Shake.




Der Rest ist mir echt entfallen. Komisch.

Montag, 18. März 2013

7 Wochen sattwig Teil 5

Letzte Woche gab es unter anderem (das "andere" warhauptsächlich wieder Salat vom Italiener ... nächstes Jahr sollten wir wohl mal Salat fasten) folgendes zu Essen:

Couscous mit scharfem Gemüse. Rezept aus dem bereits bekannten Sivananda Cookbook. Ich fand das ziemlich, ziemlich unlecker, meinem Mann hat es aber gut geschmeckt.




Dann hatten wir einmal Gemüsecremesuppe mit Blumenkohl, Broccoli und Curry (einfach frei Schnauze gekocht ohne Rezept).




Nudeln mit Grünkernbolognese, grob nach diesem Rezept, nur halt ohne Rotwein und Zwiebeln. Das war total klasse! Leider haben wir nur normalen Grünkern im Supermarkt gefunden und kein Schrot, und der Grünkern hat sich sehr schwer kleinkriegen lassen. Die Kaffeemühle war zu fein für ihn, der Zerkleinereraufsatz für das Rührgerät hat ihn kein bisschen beeindruckt und der Mörser war machtlos. Letzten Endes hab ich ihn dann erst eingeweicht und dann mit dem Messer gehackt.




Aus Faulheit hatte ich einmal wieder die leckere Vollkorndinkeltiefkühlpizza von Demeter.




Samstag waren wir zum Mittagessen eingeladen, da gab es Auflauf mit Zwiebeln und Salat mit normalen Spaghetti. Sonntag zum Frühstück gab es Soda Bread (komplett mit Vollkornmehl gemacht statt halb-halb) mit Marmelade mit Rohrohrzucker und Rührtofu.






Und ich habe das erste Mal indisch gekocht! Linsen-Dal mit Reis.



Das war lecker! Das Kurkuma (der Kurkuma?) riecht zwar etwas komisch, wenn man damit kocht, aber das Ergebnis war toll.

So, nur noch zwei Wochen to go.

Sonntag, 10. März 2013

7 Wochen sattwig Teil 4 (Halbzeit?)

So, ich meine, diese Woche gelesen zu haben, dass wir Halbzeit in der Fastenzeit haben, kann das sein? Schade eigentlich, bei mir läuft es eigentlich ganz gut soweit. Ok, Tee & Schokolade, die Dauerbrenner, fehlen mir immer noch, aber abgesehen davon geht es eigentlich. :-)

Diese Woche gab es oft auswärtiges Essen (Salat vom Italiener, ich glaube, wir müssen bald mal nach eine Flatrate fragen ... und indisch, Paneer mit Blattspinat, sehr lecker!), und zwei Mal statt einmal Nudeln mit Tomatensoße (wenn man halt so doof ist und vergisst, die Kichererbsen rechtzeitig einzuweichen). Aber der Reihe nach:

Letztes Wochenende waren wir zum Geburtstah eines Freundes eingeladen und ich habe dafür Kuchen gemacht, einen veganen Orangen-Mandel-Kuchen. Ich hatte beim Einkaufen leider den Ahornsirup vergessen, deshalb war die Glasur unvegan mit Honig gemacht. Total lecker, der Kuchen! Und das beste, er kommt vollkommen ohne meine verhasste Margarine und ohne Sojamilch und -mehl aus. :-) Die Bilder sind leider nicht so schön, der Kuchen ist ein bisschen dunkel geworden und das zweite ist nur ein Handybild. Eigentlich dachte ich, ich könnte noch genug Kuchen wieder mit nach Hause nehmen, um noch ein schönes Bild von einem angeschnittenen Stück zu machen, aber der Kuchen hat auch den Nichtfastenden so gut geschmeckt, dass am Ende nichts mehr übrig war.





Dann gab es einmal einen mediteranen Dip mit saurer Sahne (die musste weg), Basilikum, getrockneten Tomaten und gerösteten Pinienkernen, dazu Vollkornknäckebrotchips.



An einem anderen Tag waren zum Essen bei Oma eingeladen, und entgegen meiner Erwartung gab es kein Brot zum Abendessen, sondern einen Gemüseauflauf. Leider mit Zwiebeln. Wenn man länger keine mehr gegessen hat, ist das schon irgendwie komisch, wieder welche zu essen. Schmeckt schon gut, aber irgendwie ... ich hätte es nicht gebraucht.

Als nächstes gab es Borschtsch, yogi style.



Und hier sind einmal die berüchtigten Nudel mit Tomatensoße. Hier in der Variante mit gebratenen Auberginenröllchen. Lecker, aber auch sehr fettig. Und lecker.



Ich habe mir auf Empfehlung unserer Yogalehrerin noch ein neues Kochbuch gekauft, Vedische Kochkunst. Beim ersten Durchblättern kamen mir die Rezepte darin sehr lecker, aber auch seeeehr aufwändig vor. Mal schauen, ob ich nächste Woche daraus was koche. :-)

Sonntag, 3. März 2013

Sieben Wochen Sattwig Teil 3

Letzte Woche war ich sehr viel unterwegs und musste viel spontan überlegen, was ich esse. Es ist mir nicht immer geglückt, wirklich sattwig zu essen, aber ich denke, es war alles in allem ganz ok.

Zuerst war ich aber noch zu Hause. Da habe ich, wie im letzten Post angekündigt, mit einem Rest Tomatensoße wieder eine "Peaceful Pizza" gemacht. Guckt mal, wie toll der Teig hochgegangen ist!



Ich bin immer noch ganz stolz. Dank unserem Brotbackautomaten ist die Pizza auch nicht so ein riesiger Aufwand. Nur halt die Soße, die macht Arbeit.

Ein Wort noch zur Soße: nach einigen Quellen zählt aufgewärmtes Essen nicht mehr als sattwig. Man findet verschiedene Angaben, die teilweise nur von "zu oft" aufgewärmtem Essen sprechen, andere schließen schon einfach nur kalt gewordene Reste aus. Theoretisch kann man das Essen wieder aufwerten, in dem man etwas Ghee, eine Art Butterschmalz, zugibt. Da ich persönlich es blöd finde, zu viel gekochtes Essen wegzuwerfen und da ich im Büro auch immer Reste esse, weil ich das Kantinenessen schlimmer finde als kalte Reste, werde ich das Risiko einfach eingehen und das ignorieren. Man muss manchmal auch ein bisschen praktisch denken, finde ich.

Für Sonntag hatte ich einen Gemüsekuchen gebacken, der eigentlich Muffins werden sollte, aber ich hatte keine Förmchen mehr. Er sieht leider nicht lecker aus, war es aber sehr.



Zum Abendessen gab es "Curried Vegetables". Bisher habe ich, wenn ich Curry gemacht habe, das Currypulver einfach so in den Topf dazugeworfen. Laut dem Rezept, dass ich hier hatte, sollen die Gewürze vorher in Öl angeschwitzt werden. Was für ein Unterschied! Das Curry war super lecker, das wird es wieder geben.



Und ab dann war ich quasi unterwegs. Ich musste zu einer Fortbildung nach Stuttgart. Ich hatte mir für den Anreisetag viel Proviant eingepackt, Sivananda Cookies und die Reste vom Gemüsekuchen, Yogi-Tee für Abends im Hotel und braunen Zucker, weil ich mir schon dachte, dass man bei uns unterwegs immer nur weißen Zucker bekommt. (Was ich sehr schade finde! In Irland z.B. hat man fast überall die Auswahl zwischen weiß und braun.)

Das Frühstück am nächsten Morgen fand ich überraschend gut! Ich hatte fest damit gerechnet, nur weiße Brötchen vorzufinden.



Es gab aber sogar Vollkornbrot! Naja, sagen wir mal, etwas das aussah, wie Vollkornbrot. Ich traue den Industriebroten nicht, und besonders lecker find ich sie auch nicht. Dazu etwas Käse, Butter, ein Joghurt mit Honig und Früchtetee. Gut, der Käse, der ist auch ein Thema für sich. In manchen Traditionen gilt er als sattwig, in anderen nicht. Da ich mir ein Leben ohne Käse nur schwer vorstellen kann, werde ich ihn auch vorerst weiter essen. Ein weiteres Problem bei Käse (und Milchprodukten generell natürlich) ist Ahimsa, das Prinzip der Gewaltlosigkeit, das im Gegensatz zur Massentierhaltung steht, aus der ja leider die meisten Milchprodukte stammen. Zu Hause achte ich darauf, dass wir nur Milchprodukte kaufen, die mindestens das Biosiegel haben, besser aber noch aus Betrieben stammen, die dem Bioland-Verband abgehören (artgerechte Tierhaltung gehört zu deren Bioland-Prinzipien) und wenn möglich regional erzeugt wurden. Unterwegs geht das leider nicht so, da muss ich leider Abstriche machen. :-/

Abends war ich indisch Essen und hatte eine sehr leckere indische Linsensuppe und danach ein Linsengericht mit Reis. Auf meinen Wunsch hin ohne Knoblauch und Zwiebeln. Die Reste habe ich mitgenommen und am nächsten Tag auf der Rückfahrt im Zug gegessen.



Getrunken habe ich die ganze Woche über statt Kaffee und schwarzem Tee verschiedene andere Tees. Da ich zusätzlich (wir wollen es uns ja nicht zu einfach machen!) keine Minze und Kamille trinken kann, war das manchmal gar nicht so einfach. Da stand ich teilweise vor dem Tee und habe überlegt, ob ich lieber den Früchtetee nehme, der vermutlich künstliche Aromastoffe zugesetzt bekommen hat, oder den Rotbuschtee, den ich ohne Milch und Zucker (wir erinnern uns, es gibt fast überall nur weißen Zucker ...) nicht mag, odern den Kräutertee, der wahrscheinlich Minze mit dabei hat oder oder oder. Meistens habe ich mich füt die Früchte entschieden, nur einmal war ich so verwirrt, dass ich zum grünen Tee gegriffen habe, ohne daran zu denken, dass der ja auch Koffein enthält. D'oh. Wie man oben sieht, bin ich auch bei Starbuck's eingekehrt. Starbuck's war der einzige Laden, wo es braunen Zucker zum Tee gab. :-)

Ach, ich war ja von Stuttgart ganz begeistert! Ich habe so viele Naturkostläden und Reformhäuser gesehen, das war wie das Schlaraffenland für mich. Besonders toll fand ich denn's Biomarkt, einen riesengroßen Supermarkt nur für Biosachen. Da habe ich noch ein paar Mitbringsel eingekauft, darunter einen Fruchtgelee mit Rohrohzucker. Prima, ich wollte schon welchen selber kochen, aber so war es natürlich einfacher.



Irgendwann war ich dann auch wieder zu Hause und es ging alles wieder seinen gewohnten Gang. :-) Zu Hause habe ich eine sattwige Version von Sookies Bohnensuppe gekocht.



Mit Vollkornsuppennudeln, die ich im Bioladen gefunden hatte, und Sellerie statt Knoblauch. Ich gebe zu, das Original mit Knoblauch ist nicht zu schlagen, aber in sattwig war es auch lecker.

Dann stand diese Woche noch ein Tagesausflug an. Dafür wollte ich Sandwiches mit Mayonaise machen und habe hierfür die "Eggless Mayonnaise" aus dem Sivananda Cookbook auspobiert. Einmal mit Sojamilch, wie es im Rezept steht, und einmal mit normaler Milch, weil ich Sojamilch eigentlich nicht so lecker finde.



Die Kuhmilchversion wurde leider nicht fest. Und beider Versionen haben absolut ekelhaft geschmeckt. Das war mal ein voller Küchenfail! *bäh* So gab es halt doch nur einfache belegte Brote mit Butter.

Zum Abendessen habe ich dann was richtig tolles gefunden.



Minipizza mit Vollkornteig ohne Zwiebeln und Knoblauch, dafür mit vegetarischem Käse! :-) Und lecker waren sie auch noch.

Zwischenstand: es läuft besser als gedacht! Die Süßigkeiten fehlen mir nicht, es gibt ja genug gesunde Alternativen. Ein bisschen Schokolade wäre aber troztzdem schön. ;-) Der schwarze Tee fehlt mir weiterhin, und auch einen leckeren Knoblauchdip oder Falafel mit Knoblauchsoße fänd ich jetzt gut. Auf der anderen Seite ist es schon toll, nicht den schlechten Knobi- und Zwiebelatem haben zu müssen.

Samstag, 23. Februar 2013

7 Wochen sattwig Teil 2

Oh je, die letzte Woche hatte leider ein paar nicht-sattwige Ausreißer. Ich war krank, was dazu geführt hat, dass ich keine Lust hatte zu kochen, was dann wiederum dazu geführt hat, dass wir drei Mal in einer Woche Salat beim Italiener bestellt haben. Wobei der Salat an sich nicht das Problem ist, aber leider kommt er zusammen mit Pizzabrötchen aus Weißmehl (rajas) und einem Viertel gekochtem Ei (tamas). Abgesehen davon war es aber ganz gut. Vom schwarzen Tee habe ich mich fernhalten können und von "normalen" Süßigkeiten mit raffiniertem Zucker auch.

So. Wenn ich denn mal gekocht habe, gab es also folgendes:

Abgewandelte Lasagne (wegen fehlender Vollkornlasagneplatten) aus dem Yogakochbuch. Wurde mit den gleichen Zutaten zu einem Nudelauflauf mit Paprika, Zucchini, Spinat und Tofu.



Naja. Meins war's ja nicht. Meinem Mann hat es geschmeckt, aber ich fand den ungewürzten Tofu mit dem Spinat nicht so lecker.


Zum Frühstück hatte ich des öfteren Porridge. Hier einmal mit Honig und Apfel. Lecker! Und vor allem warm, das ist an fiesen verschneiten Tagen besonders wichtig.




Dann gab es zu dem gekauften Salat auch zwei oder drei Mal mediteranen Salat. Statt Essig & Öl kamen hier Öl und Zitronensaft ans Dressing. Auch lecker!



Für den Salat hab ich extra ein neue Flasche sauteures Olivenöl gekauft. Ich hatte eine Flasche davon zum Geburtstag bekommen und fand es soooo lecker! Gutes Öl macht echt was aus.




Als Zwischenmahlzeit sehr beliebt war die Haferschnitte vom Biobäcker. Mit Vollkornmehl und Honig und einem Hauch Zimt.




Oder ein Dinkel-Vollkornbrot mit Butter und Honig.




Ah, und außerdem gab es noch einen Auberginen-Quinoa-Auflauf.



Gewürzt mit Zitronensaft und Sojasoße. Gewöhnungsbedüfrtig, definitiv. Würde ich vielleicht wieder kochen, aber nur wenn mein Mann nicht da ist, dem hat es nämlich auch nicht geschmeckt.

Heute Abend gibt es wieder Pizza, ich hab nämlich noch einen Rest Tomatensoße von letzter Woche eingefroren (den ich jetzt besser mal aus dem Tiefkühlfach nehmen sollte, fällt mir da ein ...). Nächste Woche wird es wohl auch nicht so toll weitergehen, weil ich auf Dienstreise und somit auf Hotelfrühstück und Kantinenessen angewiesen bin. Immerhin wird es ein vegetarisches Mittagessen geben, das habe ich schon angefragt. Ich plane auch, für die Zugfahrt und den ersten Abend Sivananda Cookies und herzhafte Muffins mitzunehmen.

Sonntag, 17. Februar 2013

Sieben Wochen sattwig

Angelehnt an die Fastenaktion "7 Wochen Ohne" der evangelischen Kirche haben mein Mann und ich beschlossen, in der Fastenzeit nur sattwig zu essen. Wenn man bedenkt, dass die letzten Versuche ein wenig ... durchwachsen waren, scheint es sehr mutig, dass wir uns das für die ganzen sieben Wochen vorgenommen haben. Ich bin selbst gespannt, wie es wird. Die ersten Tage der sieben Wochen waren genau wie die letzten Versuche etwas langweilig und fade. Es scheint, man kann nicht einfach die gewohnten Gewürze (Knoblauch!) und Zwiebeln weglassen und keinen Ersatz dafür haben. Außerdem waren wir auch nicht ganz konsequent und haben uns nicht ganz von Eiern und Weißmehl fernhalten können. Außerdem fehlt mir der schwarze Tee! Auf Kaffee zu verzichten fand ich recht einfach, als ich ihn aufgegeben habe, aber der Tee, den vermisse ich echt.

Damit es nicht ganz so langweilig weitergeht, habe ich für die nächste Woche Rezepte aus dem Sivananda Cook Book geplant. Den Anfang hat gestern Abend die "Peaceful Pizza" gemacht. Eigentlich schmeckt mir selbstgemachte Pizza eher nicht so gut, aber diese hier was total lecker!



Sie besteht aus einem Vollkornteig und einer leckeren selbstgemachten Tomatensoße. Statt Knoblauch & Zwiebeln sind hier Sellerie und Lorbeerblätter dran.



Zum Nachtisch gab es Apple Crumple. Mit Haferflocken, Vollkornmehl und Honig. Der war so lecker, den hab ich heute Nachmittag gleich nochmal gemacht.



Heute Mittag gab es Bohnensuppe mit Kartoffeln, gewürzt mit Sellerie und Majoran.



Nachher zum Abendesse geht es mit Lasagne weiter. :-)

Sonntag, 13. Januar 2013

7 Sachen

Hier sind wieder meine 7 Sachen, das heißt, es gibt wieder 7 Bilder von Sachen, für die ich heute meine Hände gebraucht habe. Wie immer nach einer Idee von Frau Liebe.



Den Schweinchen ein Spielzeug aus Heu und einer leeren Klopapierrolle gebaut.




Die Decke gebadet.




Tee in meinem neuen Teezubereiter zubereitet.




CDs neu eingelesen. Mein neuer mp3-Player ist keiner aus dem Hause Apple, und da das Umwandeln der mit iTunes eingelesenen CDs nicht so wollte wie ich, lese ich halt alle neu ein. Geht schneller und ich hab mal wieder einen Ansporn, die CD-Regale aufzuräumen.




Meine heißgeliebten Sivananda Cookies gebacken. Mit Mandeln und Kirschen diesmal.




Entgegen der sonstigen Gewohnheiten Mittagessen gekocht. Nudel mit Tomatensoße, der Klassiker geht immer.




Nägel in einem frischen Grün lackiert.