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Montag, 17. April 2017

Passe-partout

Nachdem ich meinen letzten schwarzen Schal fertig gestrickt hatte, habe ich gemerkt, dass ich im Moment anscheinend gerade keine Wolle am Hals vertragen kann. :-( Also habe ich mich für mein nächstes Strickprojekt nach einer wollfreien Wolle umgeschaut, um mir daraus ein schönes Tuch zu stricken. Im Wollgeschäft um die Ecke habe ich dann ein schönes weiches Garn mit einer Mischung aus Viskose und Baumwolle gefunden und losgelegt. Herausgekommen ist dieses Dreieickstuch hier:





Mal kein Lacemuster sondern nur ein Strukturmuster aus rechtes und linken Maschen. Gefällt mir total gut! Und beim ersten Testtragen hat sich die Wolle auch als Agnes-auf-der-Erbse-tauglich herausgestellt. :-)

Zusammenfassung
Anleitung: Passe-partout | Garn: Norma von Lang Yarns | Verbrauch: 511 m / 190 g| Nadelstärke: 4,0 mm für's Stricken/3,0 mmm zum Abketten | Größe: 60 cm * 160 cm | Ravelry-Projektseite | Änderungen: kleinere Nadelstärke als in der Anleitung

Freitag, 31. März 2017

St. Patrick's Day 2017

Vor zwei Wochen war wieder St. Patrick's Day, und wie jedes Jahr habe ich wieder an einem Strickwettbewerb in einer Ravelry-Gruppe mitgemacht.

Mein ursprünglicher Plan war, etwas Grünes zum Anziehen am St. Patrick's Day zu stricken, weil ich davon nicht viel hab. Beim Aussuchen eines Projekts habe ich mich dann aber ein bisschen schwergetan - eigentlich wollte ich nämlich ein Garn aus meinem Stash verwenden, und das einzige passende, was ich hatte, war eine handgesponnene Merinowolle. Ein kurzes Nachmessen ergab: 160 m. Hm. Nicht gerade viel. Und ich bin sehr wählerisch. Eine Mütze? Brauch ich nicht, kann ich drinnen in einem Pub beim Feiern nicht tragen. Stulpen für die Hände? Selbes Problem. Was für den Hals? Ich vertrage derzeit keine Wolle am Hals. Also habe ich notgedrungen boot toppers angefangen und war ... mäßig begeistert. Der erste Versuch war mit rechts-links-Muster, was man in dem Garn überhaupt nicht mehr erkennen konnte. Im breiten Bündchenmuster verstrickt sah das Garn zwar hübsch aus, das Ergebnis war mir aber zu rustikal für mich und meinen Kleidungsstil. Voller Fail also.

Zurück ans Zeichenbrett. Ich wollte schon lange mal was mit einem dieser mehrfädigen Baumwoll-Farbverlaufsgarne stricken, die man jetzt immer öfter sieht. Zum Glück gibt es bei uns um die Ecke einen Laden, der diese Garne nach Kundenwunsch zusammenbaut, und so habe ich mir einen Verlauf von schwarz nach grün basteln lassen - zu bunt sollte es für mich ja auch nicht werden. :-D Als Projekt hatte ich mir dann eine Art Poncho/Cape namens Viajante von Martina Behm ausgesucht.

Da ich langsam ein bisschen knapp mit der Zeit war und das Projekt eher groß, hatte ich Bedenken, dass ich es am Ende nicht mehr schaffe, aber es hat noch hingehauen!



Was nicht so ganz gepasst hat, war der Lochmusterrand, der ist etwas zu schmal geworden. Laut Anleitung soll man ihn beginnen, wenn man noch 20 % des Garns übrig hat - bei fünf Farbstufen dachte ich, es wäre einleuchtend, dann mit Beginn der letzten Stufe auch die Kante anzufangen, aber entweder waren die Farben nicht gleichmäßig verteilt oder die Angabe passt nicht - ich hab jedenfalls weniger Lochmusterreihen rausbekommen als ich gesollt hätte. Macht aber am Ende nicht so viel aus, finde ich.



Die Größe finde ich ziemlich perfekt, größer wie im Original wäre mir zu unpraktisch gewesen. Das Ergebnis ist ein schönes Teil, dass ich im Frühling/Sommer sicher öfter tragen werde. Bei der Competition hat es übrigens den dritten Platz gemacht. :-)



Zusammenfassung
Anleitung: Viajante | Garn: Baumwoll-Acryl-Garn, vierfädig, mit Farbverlauf | Verbrauch: 250 g/900 m| Nadelstärke: 3,5 mm | Größe: Halsöffnung 30 cm, Weite unten 110 cm, kurze Kante 60 cm, lange Kante 110 cm | Ravelry-Projektseite | Änderungen: etwas dickeres Garn, aber gleiche Nadelstärke wie in der Anleitung; Abnahme im Haupteil nur in jeder dritten Runde, damit es weiter wurde, aus Garnmangel ein paar Reihen weniger Lochmuster

Hier sind übrigens meine früheren Beiträge zur competition: 2016, 2015, 2014, 2013 und 2012. Und hier und hier sind ein paar Eindrücke von unserer Feier bzw. den Vorbereitungen dafür.

Samstag, 25. Februar 2017

Schal in schwarz

Letzten Herbst habe ich festgestellt, dass ich skandalöserweise keinen einzigen schwarzen dünnen Schal habe - zwar stricke ich gefühlt dauernd Schals und Tücher, aber scheinbar nie etwas in schlicht und schwarz. Um Abhilfe zu schaffen, habe ich mir damals schon zwei Stränge Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool gekauft, und jetzt im Januar endlich angefangen, mir den gewünschten Schal zu stricken. Eigentlich mag ich ja am liebsten Schals, bei denen das Muster auf der Vorder- und Rückseite gut aussieht, aber irgendwie bin ich für dieses Projekt an einer Anleitung mit Lace- und Zopfmuster hängengeblieben und habe diese interne Regel zeitweise über Bord geworfen. Das Muster war toll zu stricken und ging gut von der Hand.

So sah der Schal frisch nach dem Abketten aus:






Von der Länge her akzeptabel, aber fast noch zu kurz, ansonsten total fluffig und flauschig. Leider leider bin ich diesmal vom fertigen Ergebnis nach dem Waschen und Spannen ein bisschen enttäuscht - zwar kommt das Lacemuster jetzt besser raus, aber das Gestrick ist für meinen Geschmack ein bisschen zu platt und leblos geworden. Vielleicht wäre ein etwas rustikaleres Garn doch die bessere Wahl für das Projekt gewesen.







Nichtsdestotrotz ist es ein schöner Schal geworden und ich freue mich drauf, ihn zu tragen. :-)


Zusammenfassung
Anleitung: Wheaten | Garn: Cheeky Merino Joy | Verbrauch: | Nadelstärke: 3,5 mm für Mittelteil/3,0 mmm für Rippenmuster | Größe: 31 cm * 169 cm | Ravelry-Projektseite | Änderungen: etwas dickere Wolle, aber gleiche Nadelstärke wie in der Anleitung; einen Mustersatz mehr gestrickt, damit der Schal länger wurde

Freitag, 10. Februar 2017

Tausche Socke gegen Mütze

Ich kann definitiv besser stricken als nähen, vor allem, wenn es um kleine fummelige Teile und dann auch noch aus Jersey geht. Glücklicherweise geht es anderen Leuten anders, und so habe ich jemanden gefunden, der so freundlich ist, mir eine schicke slouchy Mütze zu nähen. Im Gegenzug habe ich schonmal ein Paar Socken als Tauschobjekt gestrickt.







Schlichte glatt rechts gestrickte Socken mit Herzchenferse, nichts spannendes, aber weil die Wolle so tolle Farben hat, trotzdem ganz hübsch geworden. :-)

Zusammenfassung
Anleitung: Sockentabelle von Lana Grossa/Anleitung für Herzchenferse aus "Stricken. Das Standardwerk" von Stephanie van der Linden | Garn: Design Line Garden Effects in 3304 "Blue Thyme" | Verbrauch: 64 g/269 m | Nadelstärke: 2,5 mm | Größe: 39,5 | Ravelry-Projektseite | Änderungen: keine

Mittwoch, 1. Februar 2017

Time Vortex

Anfang letzten Monats hatte ich ja schon erzählt, dass meine 2015 angefangene Gewitterwolle im Oktober fertig gesponnen war. Kurz darauf hatte ich dann auch angefangen, sie zu verstricken, und bin vor kurzem auch damit fertig geworden. Ich habe mich ein bisschen in Anlehnung an den time vortex bei Doctor Who für ein rundes Tuch namens Vortex Shawl entschieden.





Das Stricken hat super viel Spaß gemacht, weil das Muster ganz einfach, aber irgendwie trotzdem nicht langweilig ist.



Wie man sieht, habe ich die Fäden noch nicht abgeschnitten, weil ich noch nicht so wirklich überzeugt von diesem Projekt bin ...



Die Wolle hat sich angenehm verstricken lassen und ist schön warm und weich, und auch die Farbe, die immer je nach Licht so zwischen blau und grau schwankt, mag ich gerne - daran liegt es also nicht. Das Problem ist wohl, dass ich glaube ich zu kleine Nadeln genommen, weil die Wolle am Anfang dünner war als in der Mitte, so dass es halt doch nicht so riesig geworden ist wie ich gehofft hatte. Es ist mit 1,15 m Durchmesser im Rücken zwar lang genug, bedeckt aber meine Arme nicht komplett. Gut, vielleicht liegt es auch daran, dass die Form doch nichts für mich ist? Ich muss das Tuch jedenfalls wohl noch etwas ruhen lassen, um zu entscheiden, ob ich es so tragen will oder doch lieber auftrenne und was Neues aus dem Garn mache.

Zusammenfassung
Anleitung: Vortex Shawl | Garn: meine handgesponnene Gewitterwolle | Verbrauch: 200 g/~800 m | Nadelstärke: 3,5 mm | Größe: 1,15 m Durchmesser | Ravelry-Projektseite | Änderungen: keine





Dienstag, 31. Januar 2017

Handschuhe, Hausschlappen und eine Handyhülle

Letztes Jahr im Herbst habe ich noch ein paar Kleinigkeiten gestrickt, zwei Sachen auf seinen Wunsch für meinen Mann, eine für mich.

Angefangen hat es mit fingerlosen Handschuhen, die er schon länger gerne haben wollte, weil die Ganzfingerhandschuhe immer so unpraktisch zum Handy bedienen und für sonstige Dinge, für die man etwas Fingerfertigkeit braucht, sind. Eine Anleitung war schnell gefunden; die passende Wolle hatte ich schon ein paar Wochen vorher gekauft.





Was habe ich beim Stricken der Finger geflucht! Meine letzten Fingerhandschuhe sind schon etwas her und ich hatte ganz vergessen, was für ein Gefummel das ist. Die Arbeit hat sich zwar gelohnt, denn die Handschuhe sind ganz schick geworden und er trägt sie auch oft und gerne, aber den Plan, für mich auch welche zu stricken, hab ich erstmal verschoben. XD



Zusammenfassung
Anleitung: The Sportsman | Garn: Schoppel Wool Finest (Merino-Schurwolle), Farbe "Nachtfalter" | Verbrauch: 44 g/176 m | Nadelstärke: 2,5 mm | Größe: gestrickt: medium, passt aber für große Männerhände | Ravelry-Projektseite | Änderungen: mehr Maschen für den Daumen aufgenommen


Als zweites habe ich ein neues Paar Hausschuhe gestrickt, nachdem die von Anfang 2016 schon Löcher bekommen hatten. Gleiche Anleitung, gleiche Größe, aber andere Wolle.



Gefilzt habe ich sie diesmal in der Waschmaschine statt von Hand, was nicht so der Bringer war. Im Gegensatz zum ersten handgefilzten Paar sind diese hier etwas zu kurz, dafür auch etwas zu weit geworden (eigentlich wollte ich seit zwei Monaten nochmal von Hand nachfilzen, war aber bisher zu faul dazu ... Sorry, Schatzi!).



Tragen kann man sie jedenfalls auch so. :-)

Zusammenfassung
Anleitung: Keep Away Felted Slippers | Garn: Filzwolle ProLana Wash Filz Uni in schwarz | Verbrauch: 200 g/197.5 m | Nadelstärke: 6,0 mm | Größe: schmal wie in der Anleitung, aber lang genug für Größe 45/46 | Ravelry-Projektseite | Änderungen: Fußteil länger gestrickt (25 Runden)


Zum Schluss hab ich noch eine Handyhülle für mein Handy gestrickt, aus einem Rest Sockenwolle. Ich hate keine Anleitung dafür und habe das ganze frei Schnauze gestrickt. 52 Maschen angeschlagen, ein Bündchen gestrickt, den Rest dann glatt rechts mit einem Zopf an der Seite. Unten angekommen habe ich die Öffnung dann im Maschenstich zugenäht, fertig.





Zusammenfassung
Anleitung: improvisiert| Garn: Rest schwarze Sockenwolle | Verbrauch: 10 g/42 m | Nadelstärke: 3,0 mm | Größe: passend für Samsung Galaxy S7 | Ravelry-Projektseite | Änderungen: N/A

Samstag, 14. Januar 2017

WeihnachtsWichtelWolle

Eigentlich wollte ich aus Zeitgründen ja gar nicht am alljährlichen Nähkromanten-Weihnachtswichteln teilnehmen, habe mich aber dann doch verleiten lassen, wenigstens mal in die Wünsche reinzulinsen. Und natürlich war dann da einer, den ich unbedingt erfüllen wollte - gewünscht wurde ein handgesponnenes Art Yarn in dunkelbunt. Auf Art Yarn spinnen hatte ich voll Bock, vor allem, weil ich da mal eine neue Technik ausprobieren konnte, die ich für ein Projekt für mich selbst so nicht nehmen würde. Ich mag nämlich eigentlich keine Art Yarns, finde aber die verschiedenen Spinntechniken dahinter super spannend. Lange Rede, kurzer Sinn, ich hab ein bisschen in meinem Spinnbuch geblättert, mich für eine Technik entschieden, Wolle bestellt und erstmal gefärbt.





100 g Bio-Merino in türkis, 100 g in schwarz. Dann Singles gesponnen ...



... und diese dann mit Knötchen verzwirnt.









Leider war am Ende die Zeit echt knapp und ich musse das Spinnrad sogar einmal zu einem Besuch mitnehmen und da spinnen (ein Hoch auf das Reiserad, das war definitiv die richtige Entscheidung!). Deshalb hatte ich auch keine Zeit mehr, am Ende noch die Lauflänge zu messen, ich schätze aber, dass das Garn so von der Stärke her ungefähr bei 6-fädiger Sockenwolle liegt, was dann alles in allem vielleicht so um die 700 m machen dürfte.

Trotz Stress am Ende hat mir das Projekt sehr viel Spaß gemacht. Das fertige Garn gefiel mir so gut, dass ich es am liebsten behalten hätte. :-D Zum Glück hat es der Empfängerin auch gut gefallen, und das ist ja hierbei die Hauptsache.

Dienstag, 3. Januar 2017

Gewitterwolle, fertig!

In meinen Sieben Sachen von Anfang Oktober hatte ich sie ja schon kurz gezeigt, aber ich wollte ihr gerne noch einen eigenen Blogpost widmen: meiner Gewitterwolle. Wir erinnern uns kurz: angefangen hat das Projekt im April 2015 mit einem handgefärbten 200 g-Merino-Superwash-Kammzug.



Die Farbe lässt sich leider etwas schlecht fotografieren; sie liegt irgendwo zwischen grau und blau. Gefärbt hab ich sehr experimentell, einfach die Wolle in den Topf getan und die angerührten Färbelösungen in dunkelblau und schwarz sozusagen punktuell aufgetragen, um ein etwas unregelmäßiges Ergebnis zu bekommen. Leider ist die Farbe stellenweise etwas heller geworden als eigentlich geplant war, aber das Ergebnis fand ich doch sehr hübsch. Eben ein bisschen wie ein Gewitterhimmel.


Mit dem Spinnen habe dann von Hand mit meiner winzigen 20 g-Spindel angefangen, was bei einem Singlefaden in 40 bis 45 WPI (also wirklich, WIRKLICH dünn) halt echt ewig gedauert hat. Irgendwann bin ich auf's Spinnrad umgezogen und habe da weitergesponnen, und so hatte ich nach etlichen Phasen mit viel und welchen mit keinem Spinnen gegen Ende September 2016 die komplette Wolle fertig verarbeitet.



Um die Farbverläufe im Singlefaden zu erhalten, habe ich das ganze Navajo-verzwirnt, so dass das fertige Garn etwa die Stärke von 4-fädigem Sockengarn hat. Die Lauflänge dürfte damit geschätzt bei ca. 850 m liegen.




Und wie bereits zu sehen war, habe ich auch schon angefangen, damit zu stricken, und zwar einen Vortex Shawl (in Anlehnung an den time vortex bei Doctor Who). Das Garn lässt sich super verarbeiten und ich bin richtig ein bisschen beeindruckt, dass ich das selbst gemacht habe. Spinnen ist schon ein faszinierendes Hobby. :-D

Montag, 2. Januar 2017

Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Wie vielleicht der eine oder andere schon gemerkt hat, trage ich ja fast ausschließlich schwarz. Da ich aber auch abends im Dunkeln gerne mal spazieren oder einkaufen gehe, es als Autofahrer aber ganz furchtbar finde, wenn Fußgänger mit ihren dunklen Klamotten kaum sichtbar sind, habe ich mir ein Halstuch gestrickt, mit dem ich im Straßenverkehr wenigstens ein bisschen auffalle. Achtung, alle mal die Sonnenbrille aufsetzen, denn jetzt wird's grell!

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Das ist ein Drachenfels-Tuch aus günstiger Acrylwolle in neongelb und schwarz plus ein bisschen Reflektorgarn.




Bitte den etwas verschreckten Gesichtsausdruck ignorieren - es war eh schon schwer genug, bei Dämmerlicht Bilder zu machen, da konnte ich nicht auch noch auf mein Gesicht aufpassen. :-D

Und hier einmal schick verblitzt, damit man das Reflektorgarn sieht:




Zusammenfassung
Anleitung: Drachenfels | Garn: Monaco Color Handarbeitsgarn von Belday Home | Verbrauch: 150 g gelb, 50 g schwarz | Nadelstärke: 4,0 mm | Ravelry-Projektseite | Änderungen: Da mein Garn dicker als das in der Anleitung war, habe ich dickere Nadeln genommen und dafür in der zweiten und dritten Sektion weniger Wiederholungen gestrickt, damit das Tuch nicht zu groß wurde


Keine besonders schmeichelhafte Farbe, aber hey, Sicherheit geht vor! :-) Und schicker als ne olle Warnweste überzuziehen ist es auch.

Samstag, 31. Dezember 2016

Verspäteter Adventskalender und sonst so

Da hab ich im September noch so großartig angekündigt, dass ich jetzt wieder öfter bloggen will, und dann ist doch nichts passiert ... Das liegt wohl vor allem daran, dass ich mich seit Juni hauptsächlich hiermit beschäftigt habe:



Links bin ich im Urlaub im Mai, rechts ist der Stand von Anfang diesen Monats, also knappe zwanzig Kilo Unterschied. Ich habe dafür angefangen, für meine Verhältnisse viel Sport zu machen und Kalorien zu zählen. Im Schnitt gehe ich zur Zeit so drei bis vier Mal in der Woche ins Fitnessstudio, gehe fast immer abends nach der Arbeit noch eine Runde spazieren und habe jetzt im November auch wieder mit dem Laufen angefangen.



Das frisst natürlich zum einen an der Strick- und sonstigen Bastelzeit, zum anderen aber erst recht an der Blogzeit, weil ich meistens abends dann einfach keine Lust mehr habe, noch irgendwas anderes außer Fernsehen zu machen. Mal schauen, wie es weitergeht; ich denke ja, dass sich die Aufregung um das neue Hobby Sport auch wieder legen wird und ich dann wieder mehr Zeit und Lust zum Bloggen habe. :-)


Ein bisschen was habe ich aber natürlich trotzdem gewerkelt, und das möchte ich gerne, wenn auch verspätet, zeigen. Zum einen habe ich wieder am Adventskalender-Swap im Nähkromanten-Forum teilgenommen. Der Swap, bei dem ich mitgemacht habe, war der reduzierte, das heißt, es wurden nicht 24 Sachen gebastelt, sondern nur 12 und der Rest mit gekauftem gefüllt. In meinem Fall war das Badezusatz, Schokolade, Lakritzschnecken und Tee. Die handgemachten Teile seht ihr hier (nicht erschrecken, das meiste ist ziemlich bunt, weil mein Wichtel einen bunteren Geschmack hat als ich :-)):




Ein kleiner Häkelfrosch. Ich mag ja eigentlich diese Häkeltierchen nicht so gerne, aber der ist einfach zu niedlich. :-D Gehäkelt nach dieser Anleitung.






Ein kleines Täschchen für Krimskrams in der Handtasche. Mit Fröschen, weil mein Wichtel Frösche mag.





Zwei Totoro-Kühlschrankmagnete (ich hab immer noch keine Ahnung, was Totoro eigentlich ist ...), ein Patch mit Luna Lovegoods Spectrespecs, zwei Teelichthalter und ein Nähkromanten-Button.




Ein Dinkelkissen gegen Winterfrost.






Eine frühlingshafte Lichterkette aus Eierkartons und Wasserfarbe.



Chai-Likör (leider *etwas* feurig geraten ...) und Lavendelwasser zum Beduften von Räumen, Bettwäsche etc.




Selbstgebackene Lebkuchen nach Omas Rezept und zweierlei gebrannte Mandeln, einmal mit Zimt und einmal mit Lebkuchengewürz.


Ein Wunsch aus dem Steckbrief des Wichtels war ein Paar gestrickter Socken, und den Wunsch hab ich natürlich gerne im letzten Türchen erfüllt.




Verpacken wollte ich mit einem Harry-Potter-Thema in blau und bronze, weil das die Hausfarben von Ravenclaw sind, aber blaues und bronzefarbenes Geschenkpapier war natürlich nicht zu finden. Nicht mal unifarbenes blaues Papier gab es zuerst! Ich war in allen Geschäften hier unterwegs und habe im allerletzten Geschäft dann wenigstens das gefunden. Besser als nichts. :-) Statt Zahlen gab es auf den Päckchen kleine Symbole mit Rätseln aus dem Harry-Potter-Universum.




Im Gegenzug habe ich natürlich auch einen Kalender bekommen. Wer sehen mag, was da drin war, kann die Bilder davon bei mir bei Instagram finden.


Ich wünsch Euch allen einen guten Rutsch und schonmal ein schönes Neues Jahr! :-)

Montag, 3. Oktober 2016

Summer Of Lace Teil 3

Das dritte Projekt, an dem ich geabeitet habe, war noch ein Tuch. :-)

Die Wolle dafür ist der Rest von meinem Hochzeitstuch, und ich wollte etwas besonderes damit machen. Die wage Idee war etwas mit schwarz und einem Velauf nach petrol, also habe ich vor einiger Zeit schon damit angefangen, mich mit dem Färben von Farbverläufen auseinanderzusetzen. Da der letzte Versuch ja ganz erfolreich war, habe ich irgendwann meine Angst vor dem Versauen der schönen weißen Wolle über Bord geworfen und gefärbt. Das Ergebnis war dann ... okay, sag ich mal. Die Farben sind etwas anders geworden als auf der Testwolle (Kaschmir und Schafswolle macht wohl doch was aus), vor allem der Unterschied zwischen dem Schwarz und dem dunkelsten Petrol ist größer als gedacht, und ein oder zwei Farbstufen sind auch recht hell und flecking geworden.



Naja, gestrickt habe ich dann trotzdem damit, weil ich dachte, wenn das fertige Tuch blöd aussieht, kann ich es ja einfach komplett Schwarz überfärben. Ich wollte etwas, bei dem der Farbverlauf gut zur Geltung kommt und habe mir dafür etwas halbrundes vorgestellt. Letztlich bin ich dann beim Rose Window Shawl gelandet, einem Strickmuster, das eigentlich mit vielen Perlen in zwei verschiedenen Farben gestrickt wird. Weil mir das zu viele Perlen waren, wollte statt überall Perlen nur im türkisen Teil kleine schwarze matte Perlen einstricken - leider sah das nicht so aus, wie ich mir das gedacht hatte. Die Perlen waren (wie bei Omas Tuch) wieder mal zu klein und nicht zu sehen.



Also musste ich neue Perlen besorgen. Aus irgendeinem Grund wollte ich nicht im Internet bestellen (wahrscheinlich weil ich da die Größe nicht hätte einschätzen können) und war auf den lokalen Bastelladen angewiesen. Da gab es Glasfacettenperlen, die ganz gut ausahen, aber weder in der passenden Farbe noch in ausreichender Menge da waren - also musste ich extra welche bestellen lassen. Die Perlen passen wirklich ganz gut zum Tuch, allerdings ... so ganz zufrieden bin ich damit nicht. Sie waren recht teuer, und das schöne bunte Glänzen ist immer nur auf einer Seite der Perle, nicht runderum, was mir erst gar nicht aufgefallen war. :-| Also, sie sind schon okay, aber im Nachhinein hätte ich vielleicht doch lieber nochmal woanders gucken sollen, ob es nicht was besseres gegeben hätte.

Dann hat sich beim Stricken rausgestellt, dass mein Garnverbrauch unter dem liegt, was angegeben war, und ich musste bei jeder Farbe etwas Garn rausnehmen (da hätte ich mir das Fäben am Stück auch sparen können und lieber in kleinen getrennten Knäulen färben sollen ...). Und ich war zwischendrin auch richtig unglücklich mit dem Projekt, mit den Farben, dem Muster, den Perlen - irgendwie fand ich bis zum Schluss eigentlich alles doof. Aber alles wieder auftrennen kam auch nicht in Frage, und nach dem Waschen und Spannen hat sich das häßliche Entlein-Tuch zu einem doch ganz schönen Schwan geworden.

Hier einmal ungespannt (sieht noch ganz schön klein aus ...):




Aber gespannt ist es dann noch mal ein gutes Stück gewachsen.





Und hier nochmal der Versuch, das Glitzern der Perlen wenigstens ein bisschen einzufangen:



Zusammenfassung
Anleitung: Rose Window Shawl | Garn:
ColourMart Cashmere 2/36NM fine lace weight | Verbrauch: 86 g/800 m | Nadelstärke: 3,5 mm | Größe: ca. 155 cm mal 77 cm | Ravelry-Projekt | Änderungen: Perlen nur im letzten Musterteil.


The third project I was working on was another shawl, made from the leftovers from my wedding shawl. The yarn is very lovely, but there was was no chance I would wear another white shawl, so I had to dye it first. I vaguely thought of something in a gradient from black to petrol, knitted into a circular or semi-circular shape, and after a bit of test-dyeing and digging for patterns I settled for the Rose Window Shawl, knitted in said gradient, but with fewer beads. The dyeing didn't go that well in the end, despite the tests I did (maybe because of the difference between wool and cashmere?), but I went with it anyway, thinking that if I wouldn't like the result in the end, I could still dye it all black. The next problem I met were the beads. I had planned to use matte black beads in the petrol part of the shawl, but they were hardly visible, so I had to get new ones. I found some I liked at first, but they also didn't look as good as I had imagined at first, and then I didn't like the colours of the yarn, and then the pattern looked weird ... Let's just say I wasn't very happy with the project, but I was too far into it to give up. And the end, after everything was cast off, washed and blocked, it turned out quite nice. A bit too shiny because of the beads, but still, very nice. :-)

Summary
pattern: Rose Window Shawl | yarn: ColourMart Cashmere 2/36NM fine lace weight | used: 86 g/800 m | needle size: 3,5 mm | finished size: ca. 155 cm by 77 cm | Ravelry project page | modifications: used beads only in last part of the pattern