Mittwoch, 26. September 2012

3 in 1 - Cashmere Bias Loop

Eigentlich ist er schon seit anderthalb Wochen fertig, aber ich kam bisher nicht dazu, Fotos zu machen.

Ein einfacher Loopschal, gestrickt aus einem fusseligen Cashmere-Merino-Polyamide-Mix (eigentlich sollte er aus Mohair sein, aber es gab ja kein Mohair ohne Seide bei meiner Wollfrau), allerdings "on the bias", also schräg, damit sich das Glatt-Rechts-Gestrick nicht aufrollt. Eigentlich ein einfacher Trick, aber wirkungsvoll! Ich war beim Stricken ganz begeistert. :-) Das Garn war am Ende doch nicht ganz so fusselig, wie ich es erwartet hatte, aber trotzdem mag ich den Schal. Ursprünglich hab ich ihn wegen der Möglichkeit, ihn um die Schultern zu tragen, gestrickt, aber ich mag auch die Variante um den Hals.







So sieht er ganz aus (ziemlich unspektakulär ... ):



Er ist vom Spannen ein bsischen zipfelig geworden, aber nach der nächsten Wäsche spanne ich mit Spanndraht neu, dann gibt sich das. So sieht er im Gegenlicht aus:



Und meine Güte, für seine 68 Gramm ist der Schal richtig waaaaaaaarm! Gut, bei der Wollzusammensetzung kein Wunder. :-)

Sonntag, 23. September 2012

Faire Woche

Anlässlich der fairen Woche haben wir gestern von unserem Weltladen aus einen Aktionstag veranstaltet. Wir haben in der ganzen Stadt orangene Fußspuren verteilt, die zum Laden geführt haben und hatten leckere Sachen zum Probieren da. Im benachbarten Biobistro gab es ein faires Frühstück, also ein normales Frühstück mit Kaffee und Tee aus fairem Handel sowie lauter Kleinigkeiten, die auch aus Zutaten aus fairem Handel gemacht waren. Da gab es Quinoa-Salat, Bananenküchlein, eine Frischkäsecreme mit Erdnüssen, Brownies und und und. Ich muss unbedingt nach den ganzen Rezepten fragen!

Ich habe vormittags die Gelegenheit genutzt und ein paar Bilder für die zu entstehende Homepage unseres Weltladens gemacht.


(Wer noch leckere Brotaufstriche sucht - diese drei hier kann ich empfehlen. :-) Tomate Joghurt und Curry Ananas sind vegetarisch, Chili ist vegan.)








(Ein Igel als Nadelkissen! :-D Ist der nicht putzig?)







Zur Krönung des ganzen hatten wir am Nachmittag im Ort Vandana Shiva zu Gast, die einen Vortrag über Artenvielfalt statt Gentechnik gehalten hat.



Vandana Shiva ist Gründerin von Navdanya, einer Organisation, die sich gegen die genetische Veränderung von Saatgut und für die Erhaltung von traditionellen Reissorten engagiert. Außerdem unterstützt die Organisation die Bauern beim Anbau und der Vermarktung von Basmatireis. (Quelle)

Auf diesem Bild signiert Vandana Shiva übrigens gerade ein Päckchen des genannten Reises. :-)


Dienstag, 18. September 2012

Kleiner Elefant für einen kleinen Menschen

Mein Cousin hat Nachwuchs bekommen, und da ich nie so genau weiß, wie gestrickte Babyklamotten ankommen, trotdzem aber gerne ein Geschenk selbermachen wollte, habe ich einen kleinen Elefanten gestrickt.



Die Anleitung ist diese hier, als Wolle hab ich eine gelbgrüne Merinowolle mit Superwash ausgesucht.





So ganz zufrieden bin ich nicht, ich hab nämlich irgendwie zu wenig Füllwatte reingemacht, wodurch der Elefant etwas zu weich geworden ist und nicht von alleine stehen kann.

Im Gegensatz zur Anleitung hab ich die Ohren nicht gehäkelt, sondern gestrickt. Außerdem hab ich Füße und Kopf angenäht, bevor ich den Körpder bzw. den Kopf gefüllt und zugenäht hab, damit die meisten Fäden auf der Innenseite verknotet und vernäht werden konnten.

Ich glaube, er hat gefallen. :-)

Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2012

Welche Erfahrungen habt Ihr mit verschiedenen Strick- und Häkelnadel
Materialien gemacht? Also Alu, Plastik, Bambus, Holz (KnitPro), Edelholz (wie Rosenholz, Veilchenholz oder Ebenholz), Bein (antik natürlich).
Welche würdet Ihr empfehlen, welche nicht und warum?
Ich selbst kann Alu/Metall nicht vertragen. KnitPro sind z.T. mörderisch spitz und sie brechen recht schnell. Plastik mag ich eigentlich gar nicht.

Vielen Dank an Lilly Landfein für die heutige Frage!

Ich selbst bin ja großer Metallnadelfan. Die sind glatt und unbiegsam und ziemlich unkaputtbar, also genau richtig für mich.

Ausprobiert habe ich ansonsten
a) billige Alunadeln - die waren doof, weil sie eine raue Oberfläche hatten und beim Stricken aneinander gerieben haben
b) Bambusnadeln - viel zu dünn und biegsam! Manchmal muss man halt doch mal ein bisschen fester wo dran herumprokeln, da nutzt es nichts, wenn die Nadeln sich verhalten wie gekochte Spaghetti. Ausnahme: die dickeren Bambusnadeln, die ich im letzten Urlaub für's Flugzeug hatte, die gingen. Allerdings war mir bei allen Bambusnadeln wieder die Oberfläche zu rau.
c) die Holznadeln von KnitPro. Die sind zwar nicht so biegsam wie die Bambusnadeln, aber immer noch zu biegsam. Außerdem rutschen die Maschen auf den Holznadeln meiner Meinung nach nicht so gut (auch wenn ich da schon andere Ansichten gelesen habe).
d) Uralte Plastiknadeln. Die gehen eindeutig zu schnell kaputt. :-D

Also, ich fü meinen Teil bleibe bei Metall, und zwar am liebsten bei den guten Nadeln von Addi. Ich hab ganz viele alte Metallnadeln unbekannter Herkunft, die werden alle so langsam durch die Addis ersetzt. :-)

Mittwoch, 12. September 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 37/2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 37/2012

Ponchos sind auch dieses Jahr total in. Gestrickt oder gehäkelt, dass ist in diesem Fall egal. Habt ihr euch schon einen gestrickt oder steht das noch auf der Wunschliste?
Oder ist so ein Poncho nicht praktisch und euer Ding?

Vielen Dank an Bianca für die heutige Frage!

Ponchos sind in?

Also, ich hatte mal, als ich jünger war, einen Poncho, weil ich ihn aus unerfindlichen Gründen saucool fand (ich war übrigens die einzige, die so dachte). Er war warm, das muss man ihm lassen, deshalb fristet er heute sein Dasein auch als Wolldecke bei meiner Mutter und endete nicht in den Kleidersack. Heute würde ich vermutlich keinen Poncho mehr tragen und schon gar nicht die Zeit investieren, selbt einen zu stricken oder zu häkeln. Das ist so irgendwie gar nicht meins. Zu figurunfreundlich (ich trage nicht gerne Zelte) und zu unpraktisch (keine Taschen!).

Yes this is Art

Mein Interesse an Kunst ist ja eigentlich recht überschaubar (abgesehen davon, dass mir früher der Theorieteil des Kunstunterrichts einigermaßen Spaß gemacht hat), aber ich habe eine Kunstbegeisterte Mutter und wohne zudem noch nicht weit genug um dem ganzen zu entgehen von Kassel weg. Und so kam es, dass wir (meine Schwester, meine Mutter und ich) zur Documenta gefahren sind. Einen Tag lang Kunst gucken! Der Trupp aus kunstinteressierter Mutter und Kunstbanausentöchtern setzte sich am späten Montagvormittag in Bewegung, um zuerst drei Indoor-Ausstellungen anzusehen und sich nach der Mittagspause einige Outdoor-sowie eine letzte Indoor-Attraktion anzuschauen.

Zuerst waren wir im Ottoneum, wo mir besonders diese Arbeit von Claire Pentecost gefallen hat.



Die reguläre Austellung des Ottoneums war natürlich für die Kunstbanausen spannender als alles andere. Es gab Mammuts und Wölfe!





Draussen auf dem Friedrichsplatz waren die Reste des doccupy-Camps zu sehen sowie der Hase des Camps.





Und etwas Street Art. :-)



Anschließend waren wir im Fridericianum ...





... und in der documenta-Halle. Dort gab es Werke von Thomas Bayrle ...









... und Etel Adnan, die mir persönlich sehr gut gefallen haben, die Meinungen in unserer kleinen Gruppe allerdings sehr gespalten haben.



Außerdem haben wir uns die Installation "Limited Art Project" angesehen.



(Kleine Anekdote am Rand: das Bild links kenne ich noch aus dem Kunstunterricht in der Schule. Ich weiß nichts mehr darüber, außer, dass es ein Selbstbildnis
von Dürer ist und dass mein Kunstlehrer mich damals ziemlich angeschnauzt hat, weil ich nicht erkannt habe, dass sein Ausschnitt (der von Dürer, nicht von meinem Lehrer) ein auf der Spitze stehendes Dreieck ist.)



Langsam wurde der Tag immer länger und die Füße immer platter, aber wir sind tapfer noch in der Karlsaue unterwegs gewesen.

Und zu Schluss waren wir noch in der Orangerie. Da war meine Motivation allerdings leider schon ziemlich im Keller, muss ich sagen. Hier möchte ich gerne nochmal hin, um mir in Ruhe die reguläre Ausstellung und eine Vorführung im Planetarium anzuschauen.



Es hat nur noch für ein Bild des Foucaultschen Pendels gereicht.

Fazit: Interessant war's schon. Das nächste Mal würde ich mich aber eher einer geführten Tour anschließen, denn als Laie finde ich es schon schwer, die ganzen Arbeiten zu verstehen. Außerdem würde ich mir mehr als einen Tag Zeit nehmen. Wir waren schon echt lange unterwegs und haben trotzdem nur einen Bruchteil der ganzen Austellungen gesehen.

War jemand von Euch auch auf der Documenta und wie hat es Euch gefallen?

Sonntag, 9. September 2012

Kleiner Helfer aus Vietnam

Ich weiß nicht, ob ich es schonmal erwähnt habe, aber mein Mann und ich arbeiten zeitweise im Weltladen bei uns in der Stadt. Die meisten Weltläden hatten früher mich mich ja immer ein etwas merkwürdiges Image, so voll von überbunter Ökodeko und so, aber das hat sich zum Glück geändert. Was dazu führt, dass wir teilweise selbst unsere besten Kunden sind... Ich liebe z.B. die Schokolade von Gepa, und ich glaube, wir sind alleine für die Hälfte der verkauften getrockneten Mangos verantwortlich. (Kleiner Tipp am Rande - die ohne Zuckerzusatz schmecken am besten!)

Seit einiger Zeit haben wir dieses putzige Helferlein im Programm, und weil ich ihn so niedlich fand, ist er gestern bei mir eingezogen:



Wenn man ihm am Schwanz zieht, zeigt sich seine Bestimmung:



In seinem Inneren versteckt sich ein Maßband. 150 cm bzw. 60 inch lang und praktischerweise eben mit Inch- und Zentimeterangabe. Mein altes Maßband kann nur Zentimeter, und ich musste dann bei englischen Anleitungen immer rumrechnen.



Kriegen kann man den kleinen Kerl wie gesagt im Weltladen oder auch hier online. Er kommt aus Vietnam von Craft Link, einer Organisation, die kleine Kunsthandwerkergruppen fördert. Im Onlineshop gibt es ihn wohl nur in blau und grün, im Laden gibt es aber auch andere Farben.

Dienstag, 4. September 2012

Cashmere Bias Loop in Progress

Trotz der 2,5 mm kleineren Nadelstärke geht das Stricken des Bias Loops ganz gut voran. Einziges Problem: ich werde vermutlich mit den zwei veranschlagten Knäulen nicht hinkommen... Es wird wohl eher auf drei oder vier hinauslaufen.



Aber hey, wie schon gesagt, lieber die kleinere Nadelstärke und das Ding sieht am Ende auch wirklich was aus, als jetzt schludern und es hinterher nicht anziehen. :-)

Die verstrickte Dienstagsfrage 36/2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 36/2012

Verstrickt Ihr lieber elastische oder unelastische Garne? Und sucht Ihr Projekte manchmal einzig und allein danach aus, ob sie mit Eurer Lieblingsbeschaffenheit zu vereinbaren sind?

Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!

Mit elastischem Garn habe ich noch nie gestrickt. Mir kam das immer komisch vor, denn a) ist Gestricktes doch eh schon immer von sich aus elastisch, und b) habe ich Bedenken, dass ich beim Stricken mal zu fest anziehe und das Gestrick dann ungleichmäßig wird.

Ich suche die Projekte nicht danach aus, aus welchem Material sie zu stricken sind, aber ich haben gelernt, besser aufzupassen, das zum Projekt passende Material auszusuchen! Ich hatte mal einen leichten Sommerschal gestrickt, passend zum Sommer in Baumwolle, und habe da zum Beispiel nicht bedacht, dass sich Baumwolle nicht gut spannen lässt bzw. die Form nicht behält. Toll, direkt nach dem Stricken sah er noch super aus, nach ein paar Mal tragen war von dem schönen Lacemuster nur noch eine schwarze Wurst übrig. Oh, und ein anderes Mal habe ich ein Tuch aus Sockenwolle gestrickt, was sich im Nachhinein als zu kratzig und somit untragbar herausgestellt hat. Lesson learned!

Sonntag, 2. September 2012

Spätsommer

Anderswo ist es schon kühl und nass, bei uns gibt der Sommer dafür nochmal sein Bestes und zeigt sich mit Sonne, Blumen und Schmetterlingen. :-)



Von mir aus darf es gerne noch ein bisschen so bleiben.