Freitag, 28. Oktober 2011

Erstes Deckenupdate

Leider hat sich gestern trotz freiem Tag nicht viel getan... Ich musste ja noch zum Sport und zum Impfen und hierhin und dorthin...
Ich hab's aber immerhin geschafft, zwei Maschenproben zu stricken. Auf der Banderole steht als empfohlene Nadestärke 4,5 - 5,5, Maschenprobe ca. 16M und 23R auf 10x10cm. Also mit 4,5er-Nadel angefangen - sah schön aus, und ich dachte zuerst, fest stricken ist für ne Decke ganz gut, aber irgendwie hatte ich dann 20 Maschen auf 10 cm. Das fand ich dann doch etwas zu viel, und ich hatte Bedenken, dass das feste Gestrick nicht so schön fällt. Also 5,0er-Nadeln genommen, besser! Meine Maschenprobe sind jetzt 18 M und 25 R.

Ah, Maschenprobe, wie ich Dich liebe!

Übrigens hab ich beim Stricken einen Knoten im Faden gefunden - sowas! *tzz*

Da isser, der Knoten!

Ah, dann hatte ich auch nicht mehr soviel Zeit und Lust, hab aber doch noch kleine Teststücke für unsere gezopften Anfangsbuchstaben gestrickt. Das Celtic Spiral Cable diente als Grundlage.

Wer die Buchstaben errät, kriegt n Bonbon! ;-)

Ich bin noch nicht ganz zufrieden, seh aber, dass das in die richtige Richtung geht. Nur noch ein paar kleine Änderungen und natürlich größer, dann passt es. Aber dazu muss ich erstmal wissen, WIE groß es werden soll, und dazu muss ich den Entwurf für die ganze Decke fertig haben.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Albus' Socks, zweiter Versuch / Albus' Socks, second try

Ich hab die erste Socke aufgetrennt, weil sie irgendwie doof war. Der zweite Versuch sieht mittlerweile so aus:
I frogged the first sock because it was too small. The second try looks like this now:

Still love that colourway.

Germailteach

Aaaaaahhhh, SIE SIND FERTIG! Ich hab ja lange nicht mehr davon berichtet, was zuerst daran lag, dass ich es furchtbar frustrierend fand, dass ich den Maschenstich und den offenen Maschenanschlag nicht hinbekommen hab, und dann daran, dass ich beschlossen hatte, die Strümpfe heimlich zu stricken, damit ich sie meinem Mann als Geburtstagsüberraschung schenken kann. Was natürlich eine besondere Herausforderung war, weil ich so ja nicht zwischendurch anprobieren lassen konnte...
Dann haben die Mistdinger auch noch mehr Zeit gebraucht als gedacht, so dass ich zwischendurch einen ganzen Tag Urlaub nehmen musste (heimlich!) und dann 8 Stunden am Stück gestrickt hab. Naja, ich hab's ja so gewollt. Getragene Bilder hab ich, allerdings bisher nur in schlechtem Licht. Bei der nächsten Tragegelegenheit im Hellen mach ich nochmal bessere.
Aaaaah, they're done! I haven't posted anything about for a while, partly because I was so frustrated with grafting and provisional cast ons, partly because I decided to knit them secretly as a birthday surprise for my husband. Which was a real challenge because obviously he couldn't try them on before they were finished and I had never knit socks for him before.
And then they took more time than I had thought, so I had to take a day of from work (secretly, of course) and knit 8 hours straight that day. Anyway, they're done now, they fit, he loves them. I do have pictures, but only in poor light. I'll take better ones the next time he wears his kilt.


So hab ich die Strümpfe verschenkt:
This is how I wrapped the kilt hose:



Dressed... 

...and naked.

Und so sehen sie getragen aus:
And this is what they look like when worn:

Poor close up shot. 
 

And the complete outfit. I think he looks great with his kilt!

Und das war der Geburtstagskuchen:
And this was the birthday cake:

Meh. Not my tastiest work so far.

And they lived happily ever after

Ich mag ja die (englische? amerikanische?) Tradition, nach der man zur Hochzeit eine Decke oder einen Quilt geschenkt bekommt. Leider leider gibt es in beiden Zweigen der Familie, weder angeheiratet noch urspünglich, keinen (mehr), der sowas für mich und meinen Mann hätte machen können, also werd ich selbst eine solche Decke machen. Eigentlich plane ich das schon seit gut einem Jahr und wollte es zur Hochzeit schon fertig haben, aber naja, man kennt das ja. Der Vorbereitungsstress, andere wichtige Projekte, das Leben, Weihnachten, Urlaub, alles mögliche kam dazwischen. Jetzt habe ich ein neues ehrgeiziges Ziel: Zum ersten Hochzeitstag soll die Decke fertig sein! Die Technik der Wahl ist also Stricken. Wolle hab ich schon bestellt. Maschinenwaschbar (Katze, ungeschicktes ich -> das Ding muss auf jeden Fall in die Waschmaschine gehen!), natur-beige Ton, 25 Knäul (erste Hochrechnung, ich hab mir vergleichbare Decken bei Ravelry angeschaut).

Wolle

Mein Plan sieht vor, aus verschiedenen Mustern und eigenen Ideen eine Decke selbst zu entwerfen. Seit einiger Zeit sammele ich dazu also Anregungen, Muster, Ideen, was mir halt so einfällt.

Die Haupteinflüsse:
Die Mutter aller Decken, mein absolutes Vorbild. Bei Ravelry gibt's auch noch mehr Bilder. Ich finde die Aufteilung super und würde das wahrscheinlich in (großen) Teilen so übernehmen.

Leaves in relief, die beiden Bäume werden ein zentrales Motiv. Und die Blätter an den Ärmels eignen sich bestimmt gut als schmaler Streifen an der Seite.

Unsortierte weitere Ideen und hübsche Muster, die man sicher verwenden kann:
nette Zöpfe
Celtic Cable, leider scheint die Seite grade nicht zu laden...
nochmal Bäume
wieder was keltisches
noch ne schöne Decke
Decke
schon wieder eine
und noch eine
Celtic Spiral Cable

So, das waren erstmal die Fremdinspirationen. Meine eigenen Ideen:
Unsere Anfangsbuchstaben und Hochzeitsdatum sollen auftauchen. Erstere quasi als Zopfmuster, da hab ich auch schon Ideen, muss es nur noch ausprobieren. Das Datum dann gern einfach nur als Perlmuster auf glattem Grund oder so.
Auf der Decke oben sieht man einen Streifen mit vier Kästchen, da möchte ich gerne bestimte Symbole reinhaben. Als erstes fielen mir ein, ein Stern als Symbol für die Heimat meines Mannes und die Silouhette eines Wahrzeichens aus meiner Heimat. Die beiden anderen Plätze wären noch offen, wobei ich evtl. einen Wackenschädel in Erwägung ziehen würde (den wir auch auf unserer Hochzeitstorte hatten). Ein Herz oder so wäre mir zu platt. Ein Mini-Baum kam mir in den Sinn, wäre dann aber zu viel Baum auf der Decke. Kurzzeitig hatte ich an den Evenstar gedacht, weil ich den Anhänger an der Hochzeit getragen hab und er mein "etwas Geliehenes" war, aber den wird man nicht erkennbar stricken können. Naja, mir fällt bestimmt noch was ein.

Die nächsten Schritte:
- Maschenprobe stricken
- Buchstaben entwerfen und probestricken (Ideen hätte ich ja!)
- ersten Entwurf für die komplette Decke erstellen

Die verstrickte Dienstagsfrage 43/2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 43/2011

Als fleissiger Verschlinger der Dienstagsfrage habe ich nun auch eine…Und zwar hab ich mich schon immer gefragt… Habt Ihr auch so Ticks beim Stricken?

Ich schon. Bei mir muss alles passen und stimmen, damit ich gut stricken kann und vorwärts komme. Ich mag es gar nicht, wenn ich nicht richtig sitzen kann zum Beispiel. Zu weiches Sofa? Da tauche ich zu tief ein und meine Beine sind nicht mehr im richtigen Winkel zum Körper, dadurch hab ich zu wenig Platz vorm Bauch zum Stricken – ganz schlimm ist das natürlich, wenn man schwanger ist. Manche Leute sehen beim Stricken immer so gemütlich aus, vielleicht noch eingekuschelt in eine Decke oder so – könnte ich gar nicht.

Oder auch: Ich stricke am liebsten mit A*** Metallnadeln. Die sind superst, haben nur den Nachteil dass sie glänzen. Abends mit Stricklicht eingeschaltet, blenden die dann total. Das geht gar nicht, also muss das Stricklicht bitte genau im richtigen Winkel auf die Arbeit scheinen, damit die Nadeln nicht in meine Augen blitzen!

Auch wichtig ist der Hintergrund meiner Strickarbeit. Wenn der zu unruhig ist, kann ich meine Augen nicht richtig fokussieren, dann muss man sich so stark konzentrieren. Ganz schlimm bei Lace-Projekten, bei denen man dann auch noch gewollt durchsehen kann. Aber auch bei allem anderen mag ich am liebsten, wenn der Hintergrund einfarbig und glatt ist – Holzfußboden, dunkles Ledersofa, Jeanshose oder so. Bunter Teppich oder faltenwerfender Rock unter dem Strickstück geht gar nicht…

So, und nun Ihr – seid Ihr auch ein bisschen "speziell"?

Vielen Dank an Daria für die heutige Frage!

Ticks beim Stricken? Wer, ich? Oh. Ja, ein paar. Ich fang mal mit meinem Farbtick an: Ich hab mir sowohl Magnetlesezeichen als auch Maschenmarkierer selbst gebastelt, jeweils in zwei Farben. Eine Farbe (lila), weil ich sie hübsch finde, die andere Farbe (schwarz bzw. rot), weil lila nicht zu allem passt. Ein lila Maschenmarkierer in einem roten Strickstück? Aaaaaaaah!!! Das geht garnicht! Da kommt mein innerer Farbpolizist durch.
Socken stricke ich nicht, indem ich die Länge von Schaft und Fuß ausmesse, sondern indem ich die Reihen zähle. Ist ja viel genauer. Man stelle sich vor, ich würde mich mal vermessen und ein Socken wäre am Ende einen Viertelzentimeter länger als der andere! Bei Socken für mich weiß ich, wieviele Reihen ich stricken muss, wenn ich zum ersten Mal für jemand anderen stricke, zähle ich dann beim ersten Socken die Reihen und stricke den zweiten mit genauso vielen.
Zopfmuster auf Socken o.ä. MÜSSEN symmetrisch sein, also so wie hier:

Gearmailteach

Sollte jemand explizit nicht-symmetrische Socken oder Stulpen verlangen, ich würd's nicht stricken.
Bei der Nadelwahl bin ich auch etwas eigen. Die allseits gelobten KnitPro-Nadeln kann ich nicht ausstehen, und auch mit Bambus komm ich nicht weit. Ich brauch das Gefühl von kühlem, festen Metal und das passende Geräusch, sonst macht das Stricken keinen Spaß.Beim Stricken selbst bin ich dann aber glaub ich pflegeleicht. Gut, etwas Platz brauch ich, um meine Arme bewegen zu können, aber sonstige Einschränkungen gibt's da eher nicht. Solange ich grob was sehen kann...
Oh, eins hab ich noch: klitzekleine Sachen wie diese Hexipuffs stricke ich gern auch mal im Stehen. Wenn ich am Herd stehe und warte, dass das Essen gart, ich also nix zu tun hab, aber trotzdem danach schaun muss. Oder halt generell, wenn ich warte. Dabei schau ich auch gern aus dem Fenster oder so. Ich find das irgendwie beruhigend. :-)

Na, das ist ja doch überschaubar. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Und jetzt bin ich auf die Ticks der anderen gespannt! :-)

Dienstag, 18. Oktober 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2011

Wie es die verstrickte Dienstagsfrage ja schon sagt: "eine Frage fuer die STRICKblogger" ist ja davon auszugehen, dass ihr alle strickt. Nur: wer von euch wird ab-und-zu dem Stricken "untreu" und froent anderen, garn- oder wollverarbeitenden Hobbies? Z.B. haekeln, sticken, knuepfen, weben, spinnen? Was macht ihr, und warum? Und warum betreibt ihr es nicht ganz so leidenschaftlich wie die Strickerei?

Vielen Dank an Connie für die heutige Frage!

(Falls sich jemand wundert, zur letzten Frage konnte ich nix sagen, deshalb letzte Woche kein Post von mir.)

Aber jetzt wieder! Neben dem Stricken färbe, häkele, nähe und sticke ich ab und zu. Alles sporadisch, und meist nur, wenn ein bestimmtes Projekt es erfordert. Ich häkele also nicht um des Häkelns selbst willen, sondern weil ich ein bestimmtes Ergebnis haben will.
Diese Fremdgeherei betreibe ich nicht allzu oft. Häkeln tu ich nicht besonders gern, weil ich die Textur von Gehäkeltem nicht besonders mag, das sieht mir meist zu unruhig aus. Sticken find ich anstrengend, weil man sich so konzentrieren muss. Nähen, naja, erstens kann ich's nicht, zweitens ist eine Nähmaschine laut, untransportabel und braucht viel Platz. Färben macht Spaß, aber ich komm ja schon kaum hinterher, meine gekaufte Wolle zu verstricken, da muss ich nicht noch mehr zu meinen Bergen hinzufügen. Gleiches gilt für Spinnen, und da kommt noch hinzu, dass mir Handgesponnenes a) viel zu ungleichmäßig und b) zu empfindlich ist. Ich mag Stricksachen aus "Industriewolle", die ich auch mal in die Waschmaschine stecken kann. Weben fänd ich interessant, wäre mir aber wohl zu teuer und mit einem Webrahmen (-stuhl?) hätte ich das gleiche Problem wie mit einer Nähmaschine. Knüpfen wäre mir zu mühsam. Tja, da bleibt nur noch Stricken übrig.

Toll, jetzt sieht's so aus als hätte ich mein Hobby nur gefunden, weil alles andere doof für mich ist... Das stimmt natürlich nicht. Stricken ist an sich einfach toll. Flexibel, transportabel, vielseitig, einfach, herausfordernd, abwechslungsreich und nützlich. Ach ja, was würd ich nur ohne meine Nadeln machen? :-)

Montag, 10. Oktober 2011

October Capelet und (ungeliebte) Socken / October Capelet and Socks

So. Meine doofen Socken sind fertig. Anfangs fand ich die Farbe ja irgendwie cool, aber nach zwei Monaten stricken bin ich nur noch mäßig begeistert. Naja, wenn ich sie in meinen Docs trage, muss ich die Farbe ja nicht sehen.
Ah. My stupid socks are done. At first I loved the coloure, but after two months of knitting I not so keen on them anymore. Well, if I wear the socks with boots I don't have to look at them.

I wish I could take pictures of FOs WITHOUT the cat for a change...

And here she is again.


Und dann war wieder Mittelaltermarkt bei uns, und es war schweinekalt. Zum Glück hab ich das vorher schon geahnt und mir aus meinem alten braunen Schal, der doch nicht so optimal war, und den restlichen drei Knäulen der Wolle, die ich noch hatte, einen gescheiten Schulterwärmer gestrickt. Weil ich den streng getreiften Look vom letzten Projekt nicht so gern mochte, hab ich die Wolle doppelt genommen und die Farben immer abgewechselt. Inspiration kam von hier, aber ich hab's ein bisschen abgewandelt.
This weekend the annual renaissance fair took place again, and it was really chilly! Luckily I suspected something like this and knit a capelet to keep me warm.
It's made from my frogged old brown scarf together with three more skeins of the yarn that I had left. I used the yarn held doubled and alternated the colours because I didn't like the clear striped look of the old scarf anymore. Inspiration from here, plus some changes.


Capelet alone.

One...

...two...

...and three.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2011

Bei der Wollproduktion ist es nicht anders als bei der restlichen Textilherstellung: Immer mehr Hersteller lassen nicht länger im eigenen Land, sondern billig im Ausland produzieren. Dabei werden die Wollpreise jedoch höchstens nach oben korrigiert.

Wie wichtig ist Euch die Herkunft / das Herstellungsland Eurer Wolle? Welchen Zusammenhang seht Ihr zwischen Herstellungsland und Wollqualität?

Vielen Dank an Maria für die heutige Frage!

Bisher hab ich mir nicht viele Gedanken, gemacht, wo meine Wolle herkommt, stelle aber gerade fest, dass ich das sollte. Nicht, weil ich meine, dass im Ausland hergestellte Wolle per se schlechter wäre (das wäre mir bisher jedenfalls nicht aufgefallen) sondern weil ich schon gerne, wie bei sonstigen Textilien, fair gehandelte Sachen kaufen möchte. Und weil ich keinen Sinn darin sehe, Wolle quer über den Erdball zu schiffen (wozu brauch ich hier Wolle aus Südamerika, wenn es in Europa auch Schafe gibt?). Da spricht aber jetzt eher mein grünes Gewissen als der Wollsnob in mir. ;-)